Eid des Heuchlers: Wenn der Chefarzt im Netz das Skalpell gegen die Menschenwürde tauscht#

Es gibt Fälle von kognitiver Dissonanz, bei denen man sich ungläubig die Augen reiben muss. Und dann gibt es Abgründe, die so tief, finster und grotesk sind, dass selbst der Begriff „schwere Berufsverfehlung“ wie eine verharmlosende Verniedlichung wirkt. Vorhang auf für Dr. med. Ronald Siems: Facharzt für Anästhesiologie, Experte für Chirotherapie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin. Bis vor kurzem bekleidete dieser Herr auch noch das renommierte Amt des Oberarztes und Haupttransplantationsbeauftragten an der traditionsreichen Universitätsmedizin Rostock (UMR).

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Man sollte in einer aufgeklärten Gesellschaft eigentlich annehmen dürfen, dass jemand, der sich qua Berufsethos der Linderung unerträglicher Schmerzen, der Rettung von Menschenleben und der Begleitung von Sterbenden verschrieben hat, über ein Mindestmaß an humanistischem Grundanstand verfügt. Wer tagsüber im OP-Saal und auf der Intensivstation als Halbgott in Weiß fungiert, dem traut man gemeinhin zu, den Unterschied zwischen medizinischer Fürsorge und faschistischer Vernichtungsideologie zu kennen. Doch weit gefehlt: Während Dr. Siems am Patientenbett die Empathie personifizierte, frönte er privat in den asozialen Netzwerken einer völlig hemmungslosen Passion – der schamlosen Verbreitung von blankem, unverhohlenem Menschenhass im feinsten Vokabular des NS-Regimes.

Das digitale Schlachthaus des Dr. Siems#

Die Rechercheure der Initiative „Hooligans Gegen Satzbau“ (hogesatzbau) staunten wohl nicht schlecht, als sie die Online-Aktivitäten des Spitzenmediziners minutiös sicherten und zweifelsfrei verifizierten. Was der Herr Oberarzt da unter Klarnamen oder eindeutigen Profilen in die Kommentarspalten hämmerte, waren keine missglückten Stammtischwitze oder hitzige Ausrutscher. Es war das eiskalte, methodische Drehbuch einer menschenverachtenden Schreckensherrschaft, das jedem normalen Bürger das Blut in den Adern gefrieren lässt:

Tötungs- und Vernichtungsfantasien: Parolen wie „Remigrieren oder kremieren“ flossen dem Spitzenmediziner mit erschreckender Selbstverständlichkeit aus der Tastatur. Wer nicht ins rassistische Weltbild passt, wird gedanklich direkt der Verbrennungsanlage zugeführt.
Systematische Entmenschlichung: Schutzsuchende und Menschen mit Migrationsgeschichte wurden kurzerhand zur „Heizmasse, die unser Energieproblem lösen kann!“ degradiert, direkt flankiert von der unmissverständlichen Drohung: „Remigrieren oder Lager“.
Aufruf zur extralegalen Exekution: Bei juristischen Prozessen spart man laut Dr. Siems am besten an den Verfahrenskosten: „Finaler Rettungsschuss und gut. Weg mit dem und viel Geld gespart.“
Rechtsfreies Waffennarrentum: Der Mediziner riet unverblümt dazu, auch ohne Waffenschein eine „Schutzwaffe mit(zu)führen und im Bedarfsfall ein(zu)setzen“ – die potenzielle Strafbarkeit wegen illegalen Waffenbesitzes sei ihm dabei schlichtweg „egal“.

Narkose mit Todessehnsucht: Der absolute Albtraum am OP-Tisch#

Man muss sich diese toxische Melange aus Machtposition und Vernichtungswahn auf der Zunge zergehen lassen. Wir sprechen hier nicht von einem anonymen Troll aus den finstersten Kellern des Internets, sondern von einem Mann, der als Oberarzt über die Dosierung von Narkosemitteln entschied. Ein Mann, der als Palliativmediziner sterbenden Menschen in ihren verwundbarsten Stunden Beistand leisten sollte, schwadroniert online über die Verbrennung von Individuen.

Noch gruseliger wird die Angelegenheit in seiner Funktion als Haupttransplantationsbeauftragter: Ein Arzt, der in vorderster Reihe an den Schnittstellen von Organspenden, Allokation und Lebensrettung saß, bezeichnet lebende Menschen in seiner Freizeit als bloße „Heizmasse“ für Lager. Die Vorstellung, dass man als schwer kranker Patient hilflos auf dem Operationstisch liegt, während sich über einem ein Arzt beugt, der in seiner Freizeit über Selektion und extralegale Hinrichtungen fantasiert, ist der blanke Horror. Der hippokratische Eid wurde hier nicht nur gebrochen – er wurde mit Springerstiefeln zertrampelt und digital verbrannt.

Die Notbremse in Rostock: Wenn die Klinik-Leitung den Stecker zieht#

Nachdem die braune Social-Media-Kloake dank öffentlicher Dokumentation mit voller Wucht in das Foyer der Universitätsmedizin Rostock schwappte, blieb der Klinikleitung gar keine andere Wahl, als blitzartig den Not-Aus-Schalter zu betätigen. Zu groß war der drohende Reputationsschaden, zu unerträglich die reale Gefahr für den Klinikbetrieb:

1. Sofortiger Rauswurf: Dr. Siems wurde mit augenblicklicher Wirkung von sämtlichen operativen, ärztlichen und administrativen Pflichten am Universitätsklinikum freigestellt.
2. Digitale Auslöschung: Innerhalb von Stunden verschwanden sämtliche Spuren, Fotos, Publikationen und Kontaktdaten des Mediziners von den Servern und Webseiten der Klinik.
3. Öffentliche Distanzierung: Die UMR bezog unmissverständlich Stellung und betonte, dass derartige Aussagen „fundamental den Werten widersprechen, für die unser Haus und unsere Mitarbeitenden stehen: Menschlichkeit, Respekt, Verantwortung und der Schutz des Lebens.“
4. Juristisches Nachspiel: Neben dem arbeitsrechtlichen Rauswurf prüft die Klinikleitung derzeit umfassende rechtliche Schritte gegen den Ex-Oberarzt.

Fazit: Das bürgerliche Gesicht des Faschismus#

Dass Ermittlungsbehörden und Juristen hier mit Volldampf den Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) prüfen müssen, versteht sich von selbst. Doch der Fall Siems ist mehr als nur eine bizarre Personalie. Er ist ein brutaler Weckruf für die gesamte Gesellschaft. Er entlarvt den bequemen Irrglauben, Rechtsextremismus und Vernichtungsfantasien seien ein exklusives Problem von ungebildeten Randgruppen oder glatzköpfigen Schlägertrupps.

Der moderne Extremismus trägt Maßhemden, Doktortitel und weiße Kittel. Er sitzt in Chefarztetagen, doziert an Universitäten, genießt hohes gesellschaftliches Ansehen und verwaltet das Leben und Sterben von Mitmenschen. Dr. Siems hat seine Approbation moralisch längst in Schutt und Asche gelegt. Wer Patienten betreuen will, während er im Netz von Lagern und Krematorien träumt, gehört nicht in ein Krankenhaus – sondern vor ein Strafgericht und dauerhaft von der Menschheit isoliert. Gute Besserung an alle, die diesen Heuchler jemals ihren Arzt nennen mussten.

> Hinweis: Visualisierungen wurden aufgrund eigener Unfähigkeit mit KI erstellt.