Der König der Loser: Warum Aslan, der „AlphaLöwe“, den Darwin-Award für Raubkatzen-Wahl verdient.#
Leute, wir müssen über „Alphamännchen“ reden. Schon wieder. Ich weiß, es ist ein ermüdendes Thema, ein intellektueller Totalschaden mit Ansage, aber es ist wie ein Verkehrsunfall auf der Autobahn des gesunden Menschenverstands: Man will einfach nicht hinsehen, aber die reine, destillierte Absurdität zwingt einen dazu, glotzend stehenzubleiben. Es ist eine soziologische Geisterbahnfahrt, und wir sitzen alle in der ersten Reihe.
Heute haben wir einen ganz speziellen Fall von kognitiver Dissonanz im Endstadium. Nennen wir das tragische Subjekt unserer Betrachtung einfach mal Aslan.
Aslan hat sich in einem Akt beispielloser, wahnhafter Selbstüberschätzung und völliger Abwesenheit jeglicher zoologischer Grundkenntnisse, selbst zum „AlphaLöwen“ gekrönt. Ja, ihr hat richtig gehört. Ein Alpha-Löwe. In der freien Wildbahn seiner Mietwohnung. Und man fragt sich unweigerlich, während man sich fassungslos an die Stirn fasst: Wie tief, mein lieber Aslan, willst du bei der Raubkatzenwahl eigentlich ins Klo greifen? Das ist kein Griff ins Klo, das ist ein Kopfsprung in die Kläranlage.
Ich meine, schauen wir doch mal die Optionen an. Da draußen gibt es Raubkatzen, die tatsächlich Respekt verdienen. Es gibt den eleganten Geparden, der die aerodynamische Perfektion und reine Geschwindigkeit verkörpert. Es gibt den tödlichen Tiger, ein solitärer Kraftprotz, der im Dschungel klarkommt, ohne Mami um Erlaubnis zu fragen. Es gibt den heimtückischen Jaguar, der mit der Bisskraft einer hydraulischen Presse Schildkrötenpanzer knackt. Aber Aslan? Aslan wählt den Löwen. Das ist psychologisch so entlarvend, das ist nicht nur ein metaphorischer Hilfeschrei, das ist eine Sirene auf voller Lautstärke.
Sich als moderner Mann als „Löwe“ zu inszenieren, ist ungefähr so, als würde man sich für ein Vorstellungsgespräch als CEO bewerben, dabei ein fleckiges T-Shirt mit der Aufschrift „Berufsfaulenzer und stolz drauf“ tragen, während man sich eine Tüte Chips in den Hals stopft und fragt, ob man auch im Home-Office schlafen darf. Es ist die Kapitulation vor jeglicher Leistung, verpackt in ein Kostüm aus falschem Stolz.
Der Löwe, Leute. Kommen wir zu den biologischen Hard Facts, die Aslan in seinem „Männlichkeits-Seminar“ (wahrscheinlich geleitet von einem anderen Typ, der noch nie ein echtes Raubtier gesehen hat) geflissentlich ignoriert hat. Der männliche Löwe ist die dümmste, faulste, asozialste und unfähigste männliche Raubkatze, die je über diese Planeten geschritten ist. Ihn als Alpha-Vorbild zu verwenden, ist ein so monumentaler Denkfehler, eine so grandiose Verdrehung der Realität, dass man die Chuzpe fast schon wieder bewundern muss. Das grenzt an Kunst.
Lass uns die Fakten klären, bevor Aslan wieder anfängt, in seiner Filterblase zu brüllen: In der Regel regelt Frau Löwe alles. Und mit „alles“ meine ich: Alles, was zum Überleben notwendig ist. Die Löwinnen sind das taktische Genie, die Logistikabteilung und das Exekutivorgan des Rudels. Sie jagen in koordinierten Gruppen. Sie erziehen die Jungen. Sie verteidigen das Territorium gegen Hyänen (zumindest die meiste Zeit, während Herr Alpha wahrscheinlich gerade ein Nickerchen macht).
Und was macht Herr Löwe? Was macht das große Vorbild der „Men's Rights“-Bewegung? Er liegt faul herum. Stundenlang. Bis zu 20 Stunden am Tag. Tagein, tagaus. Er perfektioniert die Kunst des Atmens, während er im Schatten liegt. Er geht niemandem im Weg um, er leistet keinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt des Rudels – bis Frau Löwe mit dem Fressen von der gefährlichen Jagd zurückkommt. Dann, und nur dann, erhebt er seinen königlichen Hintern, vertreibt mit aggressivem Gehabe die Weibchen und Kinder von der Beute, um den Löwenanteil für sich zu beanspruchen.
Der männliche Löwe ist kein Führer, er ist ein Schmarotzer mit Mähne. Er ist der Typ in der WG, der nie putzt, nie einkauft, aber als Erster den Kühlschrank plündert und dann rumschreit, wenn kein Bier mehr da ist. Es ist eine faszinierende Studie in asozialem Parasitentum, perfektioniert über Jahrmillionen der Evolution.
Aslan, Bro, genau das ist dein Alpha-Symbol. Ein fauler Parasit, ein zoologischer Hartz-IV-Empfänger, der sich von Frauen durchfüttern lässt und das auch noch für ein Zeichen von Stärke hält. Das ist deine Definition von Männlichkeit? Sich von den Mädels die Drecksarbeit machen lassen und dann den dicken Max markieren? Stark. Ganz stark, Bro.
Du hast dir wirklich das perfekte Tier ausgesucht, um deine eigene Unfähigkeit als evolutionären Triumph zu tarnen.
GG Bro. Das ist wirklich beeindruckend. Incel4ever.